Konzept zur Umsteuerung spart Landkreis Millionen

Veröffentlicht am 27.02.2009 in Pressemitteilung

„Durch das seit 2002 laufende Konzept zur Umsteuerung der Hilfen-zur-Erziehung spart der Landkreis Germersheim Millionen ein. In Folge der Steuerung im Jugendamt steht dem Fallzahlanstieg von 53 Prozent seit 2002 ein Anstieg des Zuschussbedarfes von 22 Prozent gegenüber“, so der 1. Kreisbeigeordnete Rainer Strunk im letzten Jugendhilfeausschuss in Lustadt.

Im Zeitraum 2002 bis 2008 ist im Bereich der Hilfen-zur-Erziehung ein Anstieg der Fallzahlen von 637 auf 974 Fälle erfolgt. Dies entspricht einem Anstieg von ca. 53%. Während die Fallzahlen von 2002 bis 2007 um ca. 36% anstiegen, kam es im Jahr 2008 zu einem rasanten Anwachsen von weiteren 17%. Dies ist nach Ansicht des 1. Kreisbeigeordneten Rainer Strunk hauptsächlich auf zwei Gründe zurückzuführen: im Sommer 2007 wurde in den Medien im Wochenabstand über gravierende Fälle von Kindeswohlgefährdungen bis hin zu Kindestötungen berichtet. Dies hat zu einer deutlichen Sensibilisierung in der Gesellschaft für das Thema geführt. Auch haben Einrichtungen und Dienste sich zu diesen Themen fortgebildet, Beobachtungsverfahren, Informations- und Meldeverfahren überarbeitet. Beide Veränderungen zusammen führen zu deutlich mehr Meldungen über Kindeswohlgefährdungen bzw. –vernachlässigungen gegenüber dem Jugendamt.

Erfreulich ist nach Ansicht von Jugenddezernent Strunk, dass der Zuschussbedarf für diese Hilfen nicht in einem vergleichbaren Maße angestiegen ist. Lag der Zuschussbedarf in 2002 bei 6,04 Mill. € stieg er bis 2008 auf voraussichtlich 6,9 Mill. € an. Für 2009 wird für diese Hilfen mit 7,37 Mill. € geplant. Dies entspricht einem Anstieg von ca. 22 Prozent. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der freiwillige Landeszuschuss für HzE-Maßnahmen von Jahr zu Jahr reduziert. Lag er 2002 noch bei 25%, liegt er 2008 nur noch bei ca. 16 Prozent, was einem Einnahmeverlust von ca. 700.000 € jährlich entspricht. „Ohne diesen Einnahmeverlust und unter Berücksichtigung von Personalkostensteigerungen bei den Freien Trägern haben wir eigentlich seit 2002 eine Stagnation des Zuschussbedarfes, obwohl sich die Fallzahlen um 53% gesteigert haben“, so Jugenddezernent Strunk.

Dies konnte nur erreicht werden, weil innerhalb des Jugendamtes die Hilfen systematisch gesteuert, ambulante Angebote und die Vollzeitpflege deutlich ausgebaut wurden und niedrigschwellige Hilfen dort eingerichtet wurden, wo Kinder tagsüber leben (beispielsweise Schulsozialarbeit an 15 Schulstandorten). „Wenn wir heute mit dem Instrumentarium aus dem Jahre 2001 reagieren müssten, läge unser Zuschussbedarf mind. 2 Millionen € jährlich höher“, so Jugenddezernent Rainer Strunk.

 
 

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