Wenn man von der Arbeit nicht leben kann: 2.630 Betroffene im Landkreis Germersheim

Veröffentlicht am 28.10.2011 in Pressemitteilung

Viele Menschen in Deutschland können von ihrer Arbeit nicht leben, sodass sie zu ihrem Einkommen noch Arbeitslosengeld II bekommen. Seit 2007 stieg in Deutschland die Zahl dieser erwerbstätigen Arbeitslosengeld II-Bezieher, auch „Aufstocker“ genannt, um über 137.500 auf nun rund 1,36 Millionen Menschen. Im Landkreis Germersheim sind 1.246 Menschen mit und ohne Partner und Kindern betroffen. Dem SPD- und Juso-Kreisverband liegen nun weitere Daten zur Situation im Landkreis Germersheim vom Landesministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie vor.

1.156 Arbeitslosengeld II-Bezieher im Landkreis Germersheim sind abhängig erwerbstätig (Arbeitnehmer) und würden daher von einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn profitieren. Unter diesen 1.156 „Aufstockern“ sind folgende Personengruppen betroffen: ► 314 Singles ► 148 Alleinerziehende mit 1 Kind, 91 mit 2 Kindern und 28 mit 3 oder mehr Kindern ► 206 Paare ohne Kinder ► 127 Paare mit 1 Kind, 113 mit 2 Kindern und 78 mit 3 oder mehr Kindern Somit sind im Landkreis Germersheim über 2.630 Menschen betroffen. Die Landkreise und kreisfreien Städte müssen einen Teil der Leistungen für erwerbstätige Arbeitslosengeld II-Bezieher bezahlen. Laut dem aktuell vorliegenden Bericht zum Monat Mai 2011 musste der hochverschuldete Landkreis Germersheim für diese Leistungen (z.B. Unterkunft und Heizung) an abhängig erwerbstätige Arbeitslosengeld II-Bezieher insgesamt über 365.000 Euro in einem einzigen Monat ausgeben. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete am vergangenen Sonntag, dass vier Forschungsinstitute die Wirkungen von gesetzlichen Mindestlöhnen untersucht haben. Dabei stellten sie fest, dass gesetzliche Mindestlöhne keine Arbeitsplätze vernichten und auch nicht den Wettbewerb verzerren. Die CDU und FDP lehnen einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn jedoch weiterhin ab.

 
 

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