Öffentlicher Personennahverkehr: SPD für Jugendtaxi

Veröffentlicht am 05.05.2019 in Energie und Umwelt

Um klimagerecht mobil zu bleiben, brauchen wir dringend eine Verbesserung des ÖPNV“, betont Markus Kropfreiter, Bürgermeisterkandidat der SPD Lingenfeld und Bewerber für den Kreistag. „Die Taktfrequenz muss erhöht werden und die Anschlüsse müssen besser aufeinander abgestimmt werden. Und der Preis muss stimmen!“ Die SPD im Landkreis Germersheim schlägt dafür die Einführung eines 365 Tage – 365 Euro Tickets vor, das die Benutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel in der Region ermöglichen soll. 

„Bislang subventionieren die Kommunen das Autofahren durch den Bau kostenloser Parkplätze und den Bau und die Sanierung von Straßen. Wir müssen mehr in den Öffentlichen Nahverkehr investieren, damit er zu einer echten Mobilitäts-Alternative wird“, fordert Carolin Eichhorn aus Westheim ein radikales Umsteuern in der Verkehrspolitik. 

Zu überprüfen sei dabei auch, ob es noch Sinn macht, zu festen Zeiten riesige Busse in denen niemand sitzt durch die Lande fahren zu lassen. „Wir halten das für antiquiert – kleinere Busse, Bürgerbusse, Ruftaxi und Radschnellwege sind für uns die Zukunft. Das Angebot muss dem Bedarf der Menschen folgen – nicht andersherum!“, betont auch Inge Volz aus Westheim, Kandidatin für den Kreistag. 

Markus Kropfreiter und Carolin Eichhorn haben zudem für die SPD das Konzept des Jugend-Taxis entwickelt: „Für junge Menschen wollen wir das Jugendtaxi einführen: Damit junge Menschen nicht spätabends und im schlimmsten Falle auch noch unter Einfluss von Alkohol hinter dem Steuer sitzen, wollen wir freitagsabends, samstagsabends und vor gesetzlichen Feiertagen jeweils ab 22 Uhr ein Jugendtaxi anbieten“, so Kropfreiter und Eichhorn. Das Jugendtaxi soll  für Fahrten im gesamten Kreis genutzt werden können, sofern keine S-Bahn-Verbindungen bestehen und die Strecke zu Fuß mehr als zwei Kilometer betragen würde. So könnte das Jugendtaxi beispielsweise Jugendliche nach einer Party in Karlsruhe von den Bahnhöfen Germersheim oder Wörth abholen und bis nach Hause nach Lustadt, Hatzenbühl, Freckenfeld, Scheibenhardt oder Schaidt befördern. Das Taxiunternehmen (oder auch ein Bürgerbus) solle je mitfahrendem Jugendlichen von 16-22 Jahren drei Euro pro Person vom Landkreis als Zuschuss erhalten. Der Zuschuss solle vom Taxiunternehmen direkt mit dem Kreis abgerechnet werden. Nach Ende der Betriebsstunden der Stadtbahn soll das Jugendtaxi auch ab Landau und ab Karlsruhe diese Förderung erhalten. „Sicher heimkommen, Unfälle vermeiden und jungen Leuten die Mobilität erleichtern – das ist Jugendpolitik der SPD im Kreis Germersheim“, heben die drei Sozialdemokraten Kropfreiter, Volz und Eichhorn hervor. 

 
 

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