DB Station & Service investiert Stationsgelder nicht in das Germersheimer Bahnhofsgebäude

Veröffentlicht am 10.03.2010 in Kommunales

Sehr schmallippig und teilweise fast schon zynisch lesen sich die Antworten der DB AG auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Barbara Schleicher-Rothmund zu den Einnahmen der Deutsche Bahn Station & Service AG betreffend das Bahnhofstationspreissystem. Schleicher-Rothmund wollte wissen, wie viel Geld die DB Station & Service AG für den Bahnhof Germersheim bekommt.

Einzig die Grundpreise je Halt für die Stationsbenutzung werden von der Bahn genannt, demzufolge wird eine Summe von 9,95 € je Halt in Germersheim gezahlt. Dieser Betrag ergibt sich aus der Kategorisierung des Bahnhofs Germersheim, der in die Kategorie 3 eingeteilt ist und damit ein Nahverkehrsknoten mit Fernverkehrshalt ist.
„Aber bei den Gesamteinnahmen lässt sich DB Station & Service AG nicht in die Karten schauen“, so Schleicher-Rothmund weiter.

Hier wurden der Landesregierung von der DB Station & Service AG keine Informationen zur Verfügung gestellt. „Dieses Schweigen spricht Bände, wenn man sich dann noch die Pressemeldung aus der Rheinpfalz vom 04.03.10 zu den Rekordgewinnen der Bahn aus dem staatlich finanzierten Schienennetz vor Auge führt.“

Richtig zynisch ist aber die Feststellung der Bahn, dass das Empfangsgebäude des Bahnhofs Germersheim nicht benötigt werde. Von daher gingen die Kosten für das Empfangsgebäude nicht in die Stationspreiskalkulation ein. Ein Bahnhof, wie der in Germersheim, der als Nahverkehrsknoten mit Fernverkehrshalt eingestuft ist, braucht sehr wohl anständige Schutzmöglichkeiten für die Bahnreisenden.

Die Stationspreise dienen zur Deckung der Kosten für Unterhaltung, Instandhaltung und Abschreibung. In Germersheim kommt von diesem Geld ganz offensichtlich so gut wie nichts an, sonst würde sich unser Bahnhof anders präsentieren.

Die Informationsverweigerung der Bahn lässt durchaus den Schluss zu, dass die Bahn mit unserem Bahnhof noch Kasse macht. Einziger Trost hierbei ist es, dass die Bundesnetzagentur entschieden hat, dass die Entgelte des Stationspreissystems der DB Station & Service AG nicht mit den eisenbahnrechtlichen Vorschriften vereinbar und damit ungültig sind. Dies wird u. a. damit begründet, dass die Herleitung der Entgeltkomponenten intransparent sei und es im bundesweiten Vergleich zu einer Ungleichbehandlung der Zugangsberechtigten komme.

„Im Übrigen teile ich die Meinung der Landesregierung die es begrüßen würde, wenn es der DB Station & Service AG gelänge, einen Geschäftspartner für einen personenbedienten Verkauf von Fahrscheinen im Empfangsgebäude des Bahnhofs Germersheim zu finden, damit dieses für die Reisenden wieder geöffnet werden kann,“ so Schleicher-Rothmund abschließend.

 
 

Felix Werling Kreisvorsitzender

                          

Wir auf Facebook

Zur SPD-Seite auf Facebook

Reinhard Scherrer, Fraktionsvorsitzender

 

Für junge Leute

Zu den Seiten der Jusos im Kreis Germersheim

Aktuelle Informationen

12.01.2021 07:59 Katja Mast zur SGB II-Reform / Spiegel-Interview Hubertus Heil
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zieht die richtigen Konsequenzen aus den Erfahrungen mit der Corona-Pandemie: Mehr Sicherheit und neues Vertrauen beim Arbeitslosengeld II. „Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zieht die richtigen Konsequenzen aus den Erfahrungen mit der Corona-Pandemie: Mehr Sicherheit und neues Vertrauen beim Arbeitslosengeld II. Die letzten Monate haben gezeigt: Auf den Sozialstaat ist Verlass, aber er muss

12.01.2021 07:53 100 Millionen Euro für berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
Mit dem zweiten Nachtragshaushalt 2020 hat der Bundestag den Corona-Teilhabe-Fonds bereitgestellt. Darin werden mit 100 Millionen Euro Inklusionsunternehmen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Sozialkaufhäuser und gemeinnützige Sozialunternehmen unterstützt, die durch die Corona-Pandemie einen finanziellen Schaden erlitten haben. „Der Corona-Teilhabe-Fonds schließt eine Lücke in den Pandemiehilfen für Unternehmen. Denn auch rund 900 Inklusionsunternehmen, gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen der

12.01.2021 07:48 Der Sozialstaat sollte das Leben nicht zusätzlich erschweren
Künftig sollten in den ersten zwei Jahren des Bezugs von Grundsicherung erhebliches Vermögen und die Angemessenheit der Wohnung nicht überprüft werden. „Auch in der Krise müssen wir an Morgen denken – und das tut Bundesarbeitsminister Hubertus Heil mit der geplanten Reform. Hohe Mieten, ein umkämpfter Wohnungsmarkt und die Schwierigkeit einen neuen Job zu finden – das

Ein Service von websozis.info